12 Dez

Blogparade „Wie liest du eBooks?“

In der ABS-Lese-Ecke von Ann-Bettina Schmitz habe ich die Blogparade „Wie liest du eBooks?“ gefunden. 🙂

Blogparade "Wie liest du eBooks?"

 

1) Wie liest du eBooks – auf einem Reader, auf dem Tablet oder auf dem Smartphone?

Meine eBooks lese ich bevorzugt auf einem Reader. Ich habe einen Kindle Paperwhite – das ist mein dritter Kindle, die ersten beiden (Kindle Keyboard und Kindle Touch) wurden bedauerlicherweise „gekatzt“. 🙁
Das extra auf Bücher ausgerichtete Display gewinnt eben. Und durch die lange Akku-Laufzeit ist ein Reader für mich einfach praktischer.

Auf dem Tablet lese ich die eBooks, die ich nur als PDFs zur Verfügung habe – also z.B. welche aus dem Humble Book Bundle, oder Comics. Oder eBooks für die Uni. (Zählen Scans von gedruckten Büchern als eBooks? Die hätte ich nämlich auch auf dem Tablet.) Das Tablet muss allerdings fast so häufig geladen werden wie ein Smartphone, wenn ich es wirklich durchgehend benutze. Während ich den Reader einfach im Rucksack vergessen und dann trotzdem spontan weiterlesen kann, ist der Akku vom Tablet dann schon lange leer.

Am Smartphone zu lesen ist mir zu mühselig. Das habe ich tatsächlich eine Weile gemacht und mir dabei eingeredet, ich würde wirklich keinen Reader benötigen… Jaja… Da mir aber kleine Smartphones lieber sind, für die ich keine extra Tasche mitschleppen muss, handelte es sich immer um kleine Bildschirme. Das hat sich bei mir nicht durchgesetzt, wie man an den 3 Readern sehen kann. 😛

 

2) Liest du eBooks nur beruflich, nur privat oder beides?

Ich lese in erster Linie privat. Wenn ich „beruflich“, also für mein Studium, lese – dann sind das von Professor oder Dozent digital zur Verfügung gestellte Skripte oder Scans von halben bis ganzen Büchern. Die lese ich dann am Tablet – mein Kindle ist mir dafür zu klein. Und die PDF-Unterstützung ist auch eher schlecht.

Wenn ich privat lese, versuche ich häufig, eine Lücke im Zeitplan zu füllen – wie etwa im Wartezimmer eines Arztes oder bei einer Zugfahrt. Oder es geht mir darum, mein Hirn gezielt mit irgendeiner Geschichte abzulenken beziehungsweise zu neutralisieren. Mein Kindle passt sogar in die Handtasche und ich kann ihn daher immer mitnehmen, als literarischen Backup Plan. 😉

Wenn ich für die Uni lese, können das schon mal 100-200 Seiten von wissenschaftlichen Publikationen sein. Da nehme ich dann lieber mein Tablet als einen Stapel Kopien mit. Kostet weniger, ist leichter und ich kann genauso gut markieren und viel schneller einzelne Seiten vergleichen. Das Tablet ist allerdings zweimal so groß wie der Reader und deutlich schwerer.

 

3) Wie erfährst du von interessanten neuen eBooks?

Am liebsten kaufe ich die Bücher von  Autoren, die ich bereits gelesen habe und mag. Oder ich stöbere. Weil ich derzeit ohnehin nicht viel Zeit zum Freizeitlesen (aber diverse Lieblingsautoren) habe, komme ich allerdings so schon kaum hinterher. Gestöbert habe ich deshalb bestimmt ein Vierteljahr nicht mehr.

 

4) Beeinflusst das Cover deine Kaufentscheidung?

Absolut nicht. Außer wenn es darum geht, dass ich in einem Schaufenster Bücher sehe, direkt beim Cover denke „Oh Gott, das geht ja gar nicht“ und nicht mal mehr online nachschaue. Sagen wir, ich sehe im Vorbeigehen ein knallpinkes Buch mit sich küssenden Turteltauben, Schnörkelschrift, Sternchen und Glitterherzen… Nein, danke. Okay, dazu muss ich sagen, dass ich in dem Fall dann anhand von Cover, Titel und Autor in diesen Fällen messerscharf geschlussfolgert habe, dass es sich ABSOLUT nicht um mein Genre handelt. 😉 Ich lese halt lieber Thriller und Horror als Liebesromane.

 

5) Wie viel bezahlst du normalerweise für ein eBook?

Am häufigsten lese ich englische eBooks, die mangels Buchpreisbindung günstiger sind als deutsche Versionen. Ich weiß es aber gerade absolut nicht… Wenn, decke ich mich gerne während Angebotsphasen ein oder stelle erfreut fest, dass die Kindle-Version von einem Buch ungefähr die Hälfte der Druckausgabe kostet und das Ding landet im Einkaufswagen. Um die fünf Euro vielleicht? Präziser kann ich das nicht sagen.

Das Teuerste war bislang (von Uni-eBooks abgesehen) eine 5 Bände umfassende Kindle-Version von A Song Of Ice And Fire. Um die 20 Euro? Aber einfach besser zu transportieren als die entsprechenden Paperbacks aus der Bibliothek.

 

6) Nutzt du eine Flatrate bei Amazon & Co zum Ausleihen von eBooks?

Nein. Ich habe absolut kein Interesse an Kindle Unlimited und co. Zwar sind über meine Prime-Mitgliedschaft bei Amazon Bücher in der „Leihbücherei“ enthalten, aber das Zeug ist zu 99% nicht mein Fall.

 

7) Leihst du eBooks in der Bücherei aus?

Das habe ich eine Zeit tatsächlich getan – und zwar bei der Stadtbücherei Münster. Die Dateiformate der Bücher sind allerdings nicht mit dem Kindle kompatibel und ich musste sie dann auf meinem Tablet (oder Smartphone) lesen. Leider komme ich phasenweise derart selten zum Lesen, dass die Ausleihe nach einem Drittel des Buches bereits abgelaufen ist. 🙁

 

Mein persönliches Fazit

Für mich ist ein Reader – besonders der Kindle – der absolute Gewinner. Diese Blogparade hat mir noch einmal vor Augen geführt, wie sehr ich mich eigentlich in den letzten Jahren an das kleine Gerät gewöhnt habe.

Während Dokumente und Bücher in größeren Formaten deutlich besser auf einem Tablet zu lesen sind, passt der Reader in alle meine Taschen. Sogar in die Jackentasche, wenn das unbedingt sein muss.

Er wiegt weniger als die meisten normalen Bücher und ist eigentlich eher ein transportabler Bücherschrank für unterwegs. Ich kann auswählen, welches von x Büchern ich gerne lesen würde. Und wenn mir doch nach etwas komplett anderem ist, hole ich mir einfach ein neues Buch! Das alles, ohne mir vor dem Packen meiner Tasche Gedanken darüber zu machen, wonach mir heute ist. Längere Zugfahrt? Kindle rein in den Rucksack, fertig.

Und wenn ich doch nicht zum Lesen komme?
Dann habe ich zumindest bei der zweitägigen Städtetour kein 500 Seiten umfassendes Buch dabei gehabt, das mir die ganze Zeit durch den gepolsterten Rucksack anklagend eine seiner Kanten in die Wirbelsäule rammt… 🙂

3 Gedanken zu „Blogparade „Wie liest du eBooks?“

  1. Hallo,
    schön, dass du an meiner Blogparade teilgenommen hast.
    So ein Reader ist wirklich unheimlich praktisch. Das war auch der Grund, warum ich mir so ein Teil zugelegt habe. Der Platz für die Papierbücher wurde einfach knapp. Und ich kann mich nur schwer von Büchern trennen. Da war irgendwann der Punkt erreicht, an dem ich mir wirklich etwas einfallen lassen musste. Das Ergebnis war dann der Reader 🙂
    Wünsche dir einen schönen Sonntag
    Ann-Bettina

  2. Genau so ist es. Das ist das tolle an der ganzen Sache mit den eBooks. In meinem letzten Urlaub hatte ich drei eBooks aus der Bücherei ausgeliehen und am Tablett dabei und dann im Urlaub noch zwei weitere „nachgeladen“ – oder waren es drei?
    Mir hat daher Dein Formulierung „und ist eigentlich eher ein transportabler Bücherschrank für unterwegs“ sehr gut gefallen. Das trifft es auf den Punkt!

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