06 Feb

Viel zu entdecken: Mit Google ins British Museum

Das British Museum in London bietet viele Möglichkeiten, die Ausstellung(en) virtuell zu erkunden. Das ist nach dem Smithsonian nun der zweite virtuelle Abstecher in ein Museum, den wir hier anlässlich eines Prokrastinationsmontags unternehmen. Aber auch dieser ist es wert. Vertraut mir einfach. 😉

Mit Google ins British Museum in London: Es gibt viel zu entdecken bei der virtuellen Besichtigung

 

Möglich wird die Online-Besichtigung durch eine Kooperation mit Google:

The British Museum is working with Google to help more people from all over the world access the collection. Explore the galleries with Google Street View, learn about objects’ stories in Google Cultural Institute, and discover connections through The Museum of the World, a new WebGL (Web Graphics Library) desktop experience.

Zur Auswahl stehen also drei Teilbereiche: The Museum of the World, Google Street View (bzw. Google Arts & Culture) und Google Cultural Institute. Ich habe jeweils mehr oder weniger zufällig Beispiele herausgesucht, um die einzelnen Bereiche besser vorstellen zu können. Damit konnte ich dem umfangreichen Angebot des Museums keinesfalls gerecht werden. Es ist einfach umwerfend, was es hier alles zu sehen gibt. Deshalb: Auf ins British Museum!

 

The Museum of the World

The Museum of the World verbindet Exponate über Kontinente und Jahrhunderte hinweg.

The Museum of the World verbindet Exponate über Kontinente und Jahrhunderte hinweg.

 

Dieser Teilbereich zeigt unter dem Motto „History Connected“ Verbindungen zwischen einzelnen Exponaten auf, die manchmal gar nicht so ersichtlich sind. Dabei werden Brücken über Kontinente und Jahrhunderte hinweg geschlagen. So ist zum Beispiel The Atomic Apocalypse aus Mexiko verbunden mit einem Sarg in Adlerform aus Ghana und mit einer Tanzmaske von den Torres Straits. Zu den Exponaten gibt es übrigens zusätzliche Audiokommentare. 🙂

Die Objekte sind dabei grob nach Kategorien geordnet. Zu „Religion and belief“ gehört etwa dieses kupferne Weihrauchfass, das mit einem Tunjo (einer Opfergabe an die Götter) aus Muisca und einem koreanischen Dachziegel mit „furchteinflößender“ Darstellung verbunden ist.

 

Google Street View/Google Arts & Culture

Miau! Nur eins von vielen Exponaten, die per Google Street View betrachtet werden können.

Miau! Nur eins von vielen Exponaten, die per Google Street View betrachtet werden können.

 

Dieses Angebot macht es möglich, mit Google Street View durch das gesamte Museum zu „gehen“. Gesteuert wird mit der Maus oder mit der Tastatur – genau so, wie man es von Google Street View gewohnt ist. Es gibt in eine Navigationsleiste mit Fotos von besonderen Exponaten, z.B. der oben abgebildeten  Bronze-Katzenfigur. Durch einen Klick darauf wird man direkt zum Standort des Objekts teleportiert. Zudem werden zu manchen Exponaten noch weitere Erläuterungen angeboten. Und man kann teilweise sogar die Schilder lesen, weil die Aufnahmen so gut sind. 🙂

Natürlich kann auch der Stein von Rosette betrachtet werden. Das ist immerhin eins der wohl bekanntesten** Exponate im British Museum.

(** Zumindest bei Historikern, Archäologen und Altphilologen. ;-))

 

 

The Google Cultural Institute

Fast 4700 Exponate gibt es in dieser virtuellen Sammlung zu entdecken. Geordnet sind die Ausstellungsstücke dabei grob nach Kategorien, z.B. „Münzen“ oder „Flaschen“. Manchmal ergibt die Einordnung erst bei eingehender Betrachtung einen Sinn.

Zur Kategorie „Pflanzen“ gehört z.B. diese Maske. Warum? Weil sie aus Pflanzenbestandteilen gefertigt wurde. Bei dem Ding bin ich mir übrigens nicht sicher, ob ich es gruselig oder cool finden soll. Vermutlich eine Mischung. 😉

Maske aus Pflanzenfasern, Haaren und Paternostererbsen. Bild: British Museum.

Maske aus Pflanzenfasern, Haaren und Paternostererbsen. Bild: British Museum.

 

In der Kategorie „England“ gibt es unter anderem Objekte aus Depotfunden zu bestaunen. Dazu gehört beispielsweise ein interessantes Piperatorium (= Pfeffertopf) aus dem Depotfund von Hoxne. (Ebenfalls in Hoxne gefunden und verdammt interessant: diese Utensilien, die zur Körperpflege verwendet wurden).

Ein Piperatorium (Pfeffertopf) aus dem Hoxne-Depotfund im British Museum.

Ein Piperatorium (Pfeffertopf) aus dem Hoxne-Depotfund. Bild: British Museum.

 

Ziemlich imposant ist insbesondere dieser Helm aus der ersten Hälfte des 7. Jahrhunderts, der Beigabe des Schiffsgrabs von Sutton Hoo war.

Helm aus dem Fund von Sutton Hoo. Bild: British Museum.

Helm aus dem Fund von Sutton Hoo. Bild: British Museum.

 

 

 

Okay, ich könnte noch stundenlang so weitermachen. Ihr seht: Es gibt wirklich viel zu entdecken! Habt ihr ein Exponat gefunden, das euch besonders gefällt? Dann hinterlasst mir einen Kommentar. 🙂

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